Fernsehen
  • Arabella

    Als ein Mitarbeiter von Pro7 bei unserem Chorleiter anfragte, ob wir Interesse daran hätten in der Sendung „Arabella“ mitzuwirken, glaubten wir natürlich zunächst an einen Scherz. Wie sich aber herausstellte hatte Pro7 im Internet nach einem Chor gesucht, der in seinem Repertoire auch Gospels führt und war dabei auf uns gestoßen. Nachdem der Vertreter des Fernsehsenders dann einen Probenbesuch in Abensberg absolviert hatte, wurden sogleich „Nägel mit Köpfen“ gemacht und das Engagement vereinbart.

    So hieß es also die Stimmbänder zu packen und mit 12 Sängern + Pianist (es ist halt nur ein kleines Studio) auf nach München in die Pro7-Studios zu fahren. Schnell mussten wir aber erkennen, dass unser „Auftritt“ nur als Untermahlung zu einer in der Sendung stattfindenden Hochzeit geplant war und wir nur 3 mal für ca. 15 Sekunden singen sollten (!?!). Doch zumindest am Ende der Sendung ließen wir es mit „Revival in the land“ doch noch so richtig krachen, so dass Pro7 sogar auf die Abspannmusik verzichtete und wir so immerhin fast 1 Minute ungestört über den Äther gingen.


    Bayern-Champions

    Durch „Arabella“ auf den Geschmack gebracht sagten wir natürlich nicht nein, als wir gebeten wurden unsere Heimatstadt Abensberg in der Sendung „Bayern-Champions“ des Bayerischen Fernsehens im Städteduell gegen Kiefersfelden musikalisch zu vertreten. Unsere Aufgabe war es dabei, auf eine bekannte Melodie einen neuen Text als Hymne auf Abensberg zu schreiben und vorzutragen. Wir wählten dazu aus unserem aktuellen Konzertprogramm das Stück „Chattanooga Choo Choo“ aus, welches wir auf „Omschberg is‘ einmalig“ umgedichtet hatten.

    Da die Aufzeichnung bereits 3 Wochen nach unserem großen Konzert im Abensberger Weißbierstadel stattfand standen wir mächtig unter Zeitdruck, da das Bayerische Fernsehen zuvor einen Probenmitschnitt zugesandt haben wollte (sicher ist sicher).

    Doch auch der BR betrieb großen technischen Aufwand, um einen möglichst guten Klang sowie eine optimale Darstellung der einzelnen Darbietung zu ermöglichen. So nahmen sich Regisseur und Techniker während der Proben allein für unseren Auftritt fast 2 Stunden Zeit, um den Sound mit der Band abzustimmen und die Kameraführung festzulegen.

    Auch Gerd Rubenbauer bewies seine Routine, als er ohne Unterbrechung durch die mehr als 2 Stunden dauernde Aufzeichnung führte und nicht einmal während der kurzen Umbauten eine Pause einlegte. So kam es auch, daß sich die Stimmung im Lauf der Sendung bis zum Höhepunkt steigerte und Rubenbauer zugeben musste, dass schon lange keine Sendung mehr so lustig war wie diese.

    Obwohl unser Auftritt der Stadt Abensberg die optimale Punktzahl bescherte, reichte es am Ende leider nicht ganz aus die Kiefersfeldener zu schlagen. Nichtsdestotrotz dauerte die abschließende Feier in Abensberg bis in die frühen Morgenstunden und keiner der Beteiligten wird dieses „Highlight“ so schnell vergessen.